Zum Inhalt springen

Regelmäßiges AML-Reporting gegenüber der ČNB

Wer muss was und wann übermitteln

Mgr. Jáchym Petřík
Veröffentlicht:Aktualisiert:

Regelmäßiges AML-Reporting gegenüber der Tschechischen Nationalbank (ČNB) bedeutet nach tschechischem Recht keinen einheitlichen Jahresbericht. Es handelt sich vielmehr um eine Reihe laufender Pflichten, die sich je nach Art des Finanzinstituts und seiner Tätigkeit unterscheiden. Ein Unternehmen braucht eine aktuelle Risikobewertung und funktionierende interne Regeln. Außerdem müssen die Berichterstattung und die Meldung verdächtiger Transaktionen korrekt eingerichtet sein. Der Artikel erklärt, was tatsächlich gemeldet wird, wem die Daten übermittelt werden und wie Sie sich auf eine Prüfung vorbereiten.

Das Bild zeigt einen Experten für AML-Reporting gegenüber der Tschechischen Nationalbank.

Zusammenfassung

AML-Compliance in Tschechien unterliegt einer doppelten Aufsicht, was Komplexität und Risiken erhöht. Die ČNB konzentriert sich auf das aufsichtsrechtliche und statistische Meldewesen der Finanzinstitute, während das FAÚ die Meldung verdächtiger Transaktionen (STR) im Nichtfinanzsektor überwacht. Bei Pflichtverletzungen drohen finanzielle Sanktionen und Reputationsrisiken.
Die ČNB beaufsichtigt den Finanzmarkt und verlangt regelmäßige Meldungen über das System SDAT. Ihre Befugnisse erstrecken sich auf Kreditinstitute, Zahlungsinstitute, E-Geld-Institute sowie Investmentgesellschaften und Investmentfonds. Zur Datenerhebung nutzt sie das standardisierte elektronische Instrument SDAT.
Das FAÚ konzentriert sich auf den Nichtfinanzsektor und sammelt Informationen über verdächtige Transaktionen. Seine Aufsicht betrifft zum Beispiel Immobilienmakler, Buchhalter und Steuerberater. Seine Hauptaufgabe ist die zentrale Erhebung und Analyse von Informationen über verdächtige Transaktionen (STR).
Die Fristen für das AML-Reporting gegenüber der ČNB unterscheiden sich je nach Art des Instituts. Vermittler von Finanzdienstleistungen müssen Jahresmeldungen bis zum 31. März des Folgejahres vorlegen. Zahlungsinstitute großen Umfangs sind zudem zu vierteljährlichen Meldungen über den Zahlungsverkehr und halbjährlichen Betrugsmeldungen verpflichtet.
ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Einführende Analyse und Problemstellung

Das Problem bei der Erfüllung dieser Pflichten liegt nicht nur in möglichen finanziellen Sanktionen. Es besteht auch ein enormes Reputationsrisiko, das das Vertrauen von Banken und Geschäftspartnern gefährden kann. Man muss sich bewusst machen, dass es in Tschechien eine doppelte Aufsicht gibt.

Die ČNB überwacht in erster Linie das aufsichtsrechtliche und statistische Meldewesen, das die Finanzstabilität beeinflusst. Das Finanzanalyseamt (Finanční analytický úřad, FAÚ) konzentriert sich dagegen auf die Meldung und Untersuchung verdächtiger Transaktionen (STR). Wirksame Compliance erfordert daher eine abgestimmte Strategie für beide Behörden, und die Anwälte von ARROWS lösen dieses komplexe Zusammenspiel routinemäßig. 

AML-Reporting: ČNB vs. FAÚ – Wer kontrolliert Sie und wem melden Sie?

Für die richtige Gestaltung interner Prozesse ist eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten der Aufsichtsbehörden entscheidend, da Verpflichtete häufig der Aufsicht beider Behörden unterliegen. Der Umfang Ihrer Pflichten hängt davon ab, ob Sie von der ČNB, dem FAÚ oder von beiden beaufsichtigt werden.

Abgrenzung der Befugnisse der Aufsichtsbehörden

Die Tschechische Nationalbank (ČNB) übt die Aufsicht über den Finanzmarkt aus. Dazu gehören Kreditinstitute, Zahlungsinstitute, E-Geld-Institute sowie Investmentgesellschaften und Investmentfonds.

Die ČNB verlangt regelmäßige statistische und aufsichtsrechtliche Meldungen, die über die Finanzlage, den Tätigkeitsumfang und die interne AML/CFT-Kultur informieren. Das Finanzanalyseamt (FAÚ) beaufsichtigt dagegen den Nichtfinanzsektor (z. B. Immobilienmakler, Buchhalter und Steuerberater). Es sammelt und analysiert zentral Informationen über verdächtige Transaktionen.  

Hat ein Unternehmen Probleme mit der Genauigkeit der Daten für die ČNB, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch seine internen Kontrollen fehlerhaft, was es auch für das FAÚ zu einem Risikofaktor macht. Umfassende Compliance erfordert die Verknüpfung des regulatorischen Reportings (ČNB) mit den internen Prozessen (FAÚ).

Die Rolle der ČNB im Reporting und wie SDAT funktioniert

Zur Datenerhebung nutzt die ČNB das standardisierte elektronische Instrument SDAT (Systém pro sběr dat – Datenerhebungssystem). Die meisten Pflichten betreffen Finanzinstitute, die häufig melden müssen. So legen Vermittler von Finanzdienstleistungen bis zum 31. März des Folgejahres Jahresmeldungen vor. Diese enthalten Informationen über die Finanzlage, das Geschäftsergebnis und die Erfüllung der AML/CFT-Anforderungen.

Zahlungsinstitute (großen Umfangs) sind zudem zu vierteljährlichen Meldungen über den Zahlungsverkehr und halbjährlichen Betrugsmeldungen verpflichtet. Die korrekte und fristgerechte Einreichung der Meldungen über das System SDAT ist unerlässlich, um Ihre Informationspflicht gegenüber der Tschechischen Nationalbank zu erfüllen. 

BENÖTIGEN SIE RECHTLICHE HILFE?

Kontaktieren Sie uns — wir helfen Ihnen gerne.

ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Praxisfall: Alternative Investmentfonds (Minifonds nach tschechischem Investmentrecht)

Eine der häufigsten Quellen regulatorischer Probleme betrifft alternative Investmentfonds (sog. Minifonds) nach § 15 des tschechischen Gesetzes über Investmentgesellschaften und Investmentfonds (im Folgenden „ZISIF“). Diese Rechtsträger müssen den Stand des verwalteten Vermögens zum Ende des Kalenderjahres (z. B. zum 31. Dezember) melden, wobei die Frist für die Einreichung in der Regel am 31. Januar des Folgejahres endet. Die Fonds nutzen das System SDAT für die Einreichung spezieller Meldungen wie ROFOS 36 und ROFOS 37.  

Eigentümer kleiner oder neu gegründeter Fonds begehen häufig einen schwerwiegenden Fehler. Das Reporting ist nämlich für alle alternativen Fonds verpflichtend, auch für diejenigen, die kein Vermögen und keine Investoren verwalten.

Wird dieser Nullstand nicht gemeldet, ist dies für die Aufsichtsbehörde eine Verwaltungsübertretung, für die sie eine Sanktion verhängen kann. Für Verwalter nach § 15 Abs. 1 ZISIF ist zudem ab 2025 die neue Meldung DOFOS15 vorgesehen. Sie betrifft die Meldung der Gesamtzahl der Investoren und ist zum 30. Juni des Folgejahres einzureichen.  

Reale Folgen eines vernachlässigten Reportings

Die Höchstbußgelder für Verstöße gegen die AML/CFT-Regulierung erreichen in Tschechien enorme Beträge, etwa bis zu 150 000 000 CZK (ca. 6,2 Mio. EUR) nach dem ZISIF oder 130 000 000 CZK (ca. 5,3 Mio. EUR) bzw. 10 % des Nettojahresumsatzes in allgemeinen AML-Fällen. In der Praxis werden bei kleineren administrativen Versäumnissen jedoch meist Bußgelder im Bereich höherer Zehntausende Kronen verhängt. Auch diese niedrigeren Bußgelder sind allerdings spürbar.

Hervorzuheben ist außerdem das Risiko, dass ein Rechtsträger bei langfristiger Pflichtverletzung und fehlender Kommunikation aus dem Verzeichnis der ČNB gestrichen wird, was einem faktischen Tätigkeitsverbot gleichkommt. Die Erfahrung der Anwaltskanzlei ARROWS mit Meldepflichten gegenüber der ČNB hat Dutzenden Rechtsträgern geholfen, diese Risiken zu minimieren.  

Regulatorisches Reporting gegenüber der ČNB (SDAT, ZISIF und weitere)

Das regulatorische Reporting ist eine Grundpflicht, deren Vernachlässigung unmittelbare und oft sehr hohe Sanktionen nach sich zieht.

Risiken und Sanktionen bei fehlendem Reporting an ČNB/SDAT

Wie ARROWS hilft (beratung@arws.cz)

Bußgeld bis zu 150 000 000 CZK nach dem ZISIF für unterlassene oder verspätete Meldung des verwalteten Vermögens.

Präzise Vorbereitung und fristgerechte Einreichung aller regulatorischen Meldungen (ROFOS 36, 37, DOFOS15) über das System SDAT. Kontaktieren Sie beratung@arws.cz.

Streichung des Verpflichteten aus dem Verzeichnis der ČNB, was zu einem faktischen Tätigkeitsverbot und zum Verlust von Investitionen führt.

Rechtsberatung und Vertretung im Verfahren vor der ČNB, Sicherung Ihrer Lizenz und der Kontinuität Ihres Geschäfts. Schreiben Sie an beratung@arws.cz.

Nichtmeldung eines Nullvermögens bei Investmentfonds – ein häufiger Fehler von Rechtsträgern in der Anfangsphase.

Prüfung und Einführung von Meldeprozessen, auch für Situationen mit Nullvermögen, die die Anwälte von ARROWS routinemäßig lösen. Fragen Sie bei beratung@arws.cz nach.

Sanktionen bis zu 130 000 000 CZK oder 10 % des Jahresumsatzes für allgemeine AML/CFT-Verstöße.

Rechtsaudit und Aufbau einer vollständigen AML-Dokumentation zum Schutz vor Höchstsanktionen. beratung@arws.cz.

ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Interne Compliance: Das System interner Grundsätze (SVZ) als Sicherheitsnetz

Grundlage für die korrekte und fristgerechte Erfüllung der Meldepflichten gegenüber der ČNB sind eine fehlerfreie interne Dokumentation und funktionierende Prozesse. Ohne sie kann das Reporting nicht zuverlässig sein. Diese internen Prozesse sind für die allgemeine AML/CFT-Compliance entscheidend und unterliegen in erster Linie der Aufsicht des FAÚ. Ihr Versagen wirkt sich jedoch mittelbar auch auf die Bewertung durch die ČNB aus.

Das SVZ ist kein Papierdokument, sondern ein lebendiges System

Das System interner Grundsätze (SVZ) ist ein zentrales Dokument. Es beschreibt im Detail, wie Ihr Unternehmen die Risiken der Legalisierung von Erträgen aus Straftaten identifiziert, steuert und mindert. Die Aufsichtsbehörden, einschließlich ČNB und FAÚ, stellen immer wieder denselben häufigen Mangel fest: Unternehmen kaufen allgemeine, schlecht angepasste AML-Regelwerke, die nicht den tatsächlichen Prozessen des Kunden entsprechen. Solche Systeme existieren nur auf dem Papier, während die Praxis anders aussieht.

Ein richtig aufgesetztes SVZ muss im Einklang mit § 21 des tschechischen Gesetzes über bestimmte Maßnahmen gegen die Legalisierung von Erträgen aus Straftaten und die Finanzierung des Terrorismus (Gesetz Nr. 253/2008 Slg., im Folgenden „AML-Gesetz“) erstellt werden. Es muss stets der konkreten Tätigkeit des Verpflichteten angemessen sein.  

Der Verpflichtete muss dem FAÚ zudem das schriftliche SVZ übermitteln. Dabei sind die Formerfordernisse einer Eingabe nach der tschechischen Verwaltungsordnung (Gesetz Nr. 500/2004 Slg.) einzuhalten (z. B. elektronische Signatur). Eine Übermittlung ohne elektronische Signatur gilt als Nichterfüllung der Pflicht. Die Anwälte von ARROWS erstellen interne Richtlinien, die auf das Geschäft des Mandanten zugeschnitten sind und den Anforderungen der Aufsicht vollständig entsprechen.

Unsere Spezialisten helfen Ihnen

JUDr. Jakub Dohnal, Ph.D., LL.M.

JUDr. Jakub Dohnal, Ph.D., LL.M.

advokát, řídící partner

dohnal@arws.cz
Mgr. Jáchym Petřík

Mgr. Jáchym Petřík

advokát, partner

petrik@arws.cz
ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Zentrale Elemente des SVZ, die die Aufsichtsbehörden prüfen

Die Aufsichtsbehörden prüfen intensiv, ob die internen Prozesse tatsächlich funktionieren und ob das Unternehmen dafür über ausreichende personelle und technische Kapazitäten verfügt.

1. Risikobewertung: Ein unverzichtbarer Bestandteil des SVZ ist die Risikobewertung (Risk Assessment). Der Verpflichtete muss den Grundsatz „comply or explain“ anwenden und die gewählten Risikokategorien für die einzelnen Kunden-, Produkt- oder Dienstleistungsarten ausreichend begründen. Entscheidend ist, dass Geldwäscherisiken nicht mit anderen Risiken vermischt werden dürfen, etwa mit dem Kreditausfallrisiko.  

2. Leitung und Steuerung (Governance): Die Vorschriften verlangen, dass in jedem Institut ein für den AML-Bereich zuständiges Vorstandsmitglied bestimmt wird. Diese Person muss über ausreichende Expertise verfügen und am wirksamen Funktionieren der Prozesse interessiert sein. Ausreichende Expertise auf höchster Ebene sicherzustellen, ist eine zentrale Priorität der Aufsicht durch die ČNB.  

3. Schulung und Kompetenzen: Nach § 23 AML-Gesetz müssen die Mitarbeiter mindestens einmal innerhalb von 12 Kalendermonaten geschult werden. Die Schulung muss sich an praktischen Szenarien orientieren, insbesondere am Erkennen von Merkmalen verdächtiger Transaktionen sowie an der korrekten Identifizierung und Überprüfung des Kunden.  

Rechtstipps zu internen Richtlinien

1. Muss das SVZ vom Vorstand genehmigt werden, auch wenn wir eine kleine s.r.o. (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach tschechischem Recht) sind?

Ja. Die Verantwortung für AML/CFT muss auf höchster Leitungsebene verankert sein, und es muss ein Mitglied des Leitungsorgans bestimmt werden, das für die Erfüllung der Pflichten zuständig ist. Wir helfen Ihnen, die Verantwortlichkeiten festzulegen und die Dokumentation zu erstellen. Kontaktieren Sie beratung@arws.cz.

2. Wie hoch ist das reale Bußgeld für ein fehlendes SVZ?

Bei einem fehlenden oder veralteten System interner Grundsätze droht ein Bußgeld von bis zu 1 000 000 CZK (ca. 41 200 EUR). Wir erstellen für Sie interne Richtlinien, die einem Audit standhalten. Sichern Sie Ihre Compliance unter beratung@arws.cz.  

ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Die Rolle von ARROWS beim Aufbau des SVZ und der Kontrollmaßnahmen

Die Anwaltskanzlei ARROWS weiß, dass sich die Aufsicht auf die Compliance-Kultur konzentriert, also darauf, ob die Prozesse funktionieren und erklärbar sind. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung mit der Umsetzung von AML/CFT in großen Konzernen und Finanzinstituten. Das belegt unsere Praxis bei der Erstellung interner Richtlinien und Dokumentation für 150 Aktiengesellschaften und 250 Gesellschaften mit beschränkter Haftung.  

Für unsere Mandanten erstellen wir interne Richtlinien mit maßgeschneiderter Risikobewertung und bereiten die Dokumentation für die Kontrollbehörden vor. Ein zentrales Element sind außerdem regelmäßige, praxisnahe AML-Schulungen für Mitarbeiter. Hat Ihr Unternehmen kein System interner Grundsätze eingeführt, erstellen die Anwälte von ARROWS für Ihr Unternehmen ein maßgeschneidertes System interner Grundsätze, eine Risikobewertung und Verfahren zur Kundenüberprüfung, die Sie vor einem Bußgeld von bis zu 1 000 000 CZK schützen.

Internationale Dimension: Wie die neue EU-Regulierung die Spielregeln ändert

Für international tätige Handelsgesellschaften und Konzerne sowie für Investoren und Manager ist AML-Compliance deutlich komplexer. Internationale Standards verlangen verstärkte Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden (EDD) bei Transaktionen mit Bezug zu Hochrisikojurisdiktionen oder politisch exponierten Personen (PEP).  

Herausforderungen der gruppenweiten AML-Funktion und grenzüberschreitende Risiken

Die Aufsichtsbehörden legen Priorität darauf, dass die gruppenweite Steuerung (Group Compliance) stark genug ist, um eine hochwertige Umsetzung der Präventionsmaßnahmen in allen Instituten der Gruppe sicherzustellen.

Zugleich muss diese Steuerung lokale Besonderheiten berücksichtigen und in jedem Land angemessene Verantwortung und Flexibilität belassen. Verweigert ein Kunde die für die Identifizierung erforderliche Mitwirkung, darf der Verpflichtete die Transaktion nicht durchführen und muss sie nach § 15 AML-Gesetz als verdächtige Transaktion melden.  

Benötigen Sie Rechtsdienstleistungen und Transaktionen außerhalb der Tschechischen Republik, helfen Ihnen die Anwälte von ARROWS International, die Compliance in den lokalen Jurisdiktionen aufzusetzen. Die Anwaltskanzlei ARROWS erbringt diese internationalen Leistungen dank des seit zehn Jahren aufgebauten Netzwerks ARROWS International und befasst sich praktisch täglich mit Fällen mit Auslandsbezug.

Auswirkungen des europäischen AML-Pakets (AMLR und AMLD6)

Die Europäische Union hat die umfassendste Reform im Bereich der Geldwäschebekämpfung durchgeführt, deren Ergebnis das sog. AML-Paket aus dem Jahr 2024 ist. Die zentrale Änderung ist der Übergang von Richtlinien (die in nationales Recht umgesetzt werden müssen) zu einer unmittelbar anwendbaren Verordnung zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems für Zwecke der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung (AMLR). Diese Änderung sorgt für eine schnellere und strengere Harmonisierung der Regeln in der gesamten EU.  

Die neuen Vorschriften erweitern den Kreis der Verpflichteten, etwa um Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowerten. Auch wenn die Geltung der Verordnung erst für spätere Zeitpunkte vorgesehen ist, verschaffen sich proaktive Unternehmen, die sich schon jetzt auf diese harmonisierten Standards vorbereiten, durch zukunftssichere Compliance einen Wettbewerbsvorteil.  

Prozessmängel und interne Compliance

Prozessmängel im System interner Grundsätze sind eine häufige Ursache für Bußgelder des FAÚ und gefährden mittelbar auch das Reporting gegenüber der ČNB.

Risiken und Sanktionen bei Mängeln im SVZ und in Prozessen

Wie ARROWS hilft (beratung@arws.cz)

Bußgeld bis zu 1 000 000 CZK für ein fehlendes oder veraltetes SVZ, das nicht der geschäftlichen Realität entspricht.

Erstellung maßgeschneiderter interner Richtlinien und Risikobewertungen, die einer Prüfung durch FAÚ und ČNB standhalten. Kontaktieren Sie beratung@arws.cz.

Diskrepanz zwischen „papierenen“ Regeln und tatsächlicher Praxis (z. B. unzureichende verstärkte Sorgfaltspflichten EDD).

Rechtsaudit der Prozesse, Überprüfung der Risikoeinstufung und Sicherstellung des Grundsatzes „comply or explain“ bei kritischen Transaktionen. Schreiben Sie an beratung@arws.cz.

Ineffektive Mitarbeiterschulungen, die dazu führen, dass verdächtige Transaktionen (STR) nicht erkannt werden.

Regelmäßige, praxisnahe AML-Schulungen für Mitarbeiter mit Fokus auf die Typologien verdächtiger Transaktionen in Ihrer Branche. Fragen Sie bei beratung@arws.cz nach.

Nichterfüllung der Pflicht, dem FAÚ die Bestimmung der Kontaktperson ab dem 1.2.2025 im neuen, verbindlichen elektronischen Format zu melden.

Schnelle Erledigung dieser Verwaltungspflicht, einschließlich der Einreichung in der vorgeschriebenen Datenstruktur über das Datenpostfach. beratung@arws.cz.

ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Fazit und direkte Einladung zur Zusammenarbeit

AML-Reporting und Compliance insgesamt sind dynamische Bereiche, die nicht nur von tschechischen Gesetzen, sondern auch von bevorstehenden europäischen Verordnungen geprägt sind. Entscheidend ist, dass gesetzliche Pflichten nicht rückwirkend erfüllt werden können. Eine schnelle und präzise Reaktion auf festgestellte Mängel ist daher der Schlüssel zur Verringerung möglicher Bußgelder. Unternehmen brauchen einen Partner, der sich sowohl in den spezifischen Datenanforderungen der ČNB (SDAT) als auch in den Anforderungen des FAÚ an interne Systeme (SVZ) auskennt.  

Unsere Anwaltskanzlei löst routinemäßig komplexe AML-Fragen für Konzerne und Finanzinstitute und verfügt über umfangreiche Erfahrung mit den Aufsichtsbehörden. Dank dieser Praxis können wir unseren Mandanten schnelle und effektive Lösungen bieten. Dank unseres umfangreichen Netzwerks und unserer Erfahrung mit Mandanten (darunter 150 a.s. (Aktiengesellschaften nach tschechischem Recht), 250 s.r.o. und 51 Gemeinden bzw. Regionen) können wir Mandanten zudem effektiv miteinander vernetzen.

BENÖTIGEN SIE RECHTLICHE HILFE?

Kontaktieren Sie uns — wir helfen Ihnen gerne.

ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Das konkrete Leistungsangebot von ARROWS

Wir beschränken uns nicht auf Beratung. Wir bieten ein komplettes Leistungsportfolio, das Ihr Geschäft schützt:

  1. Erstellung von Richtlinien: Vorbereitung eines maßgeschneiderten SVZ, einer Risikobewertung und detaillierte Vorbereitung der Dokumentation für die Kontrollbehörden.

  2. Vorbereitung für die ČNB: Korrektes Ausfüllen der regelmäßigen Meldungen an die ČNB (SDAT, ROFOS, DOFOS) und Sicherstellung der fristgerechten Einreichung.

  3. Rechtsberatung und Compliance-Audit: Sicherstellung der gruppenweiten AML-Compliance über das Netzwerk ARROWS International für internationale Transaktionen.

  4. Vertretung: Aktive Vertretung vor der ČNB und dem FAÚ bei Einleitung eines Verwaltungsverfahrens, mit dem Ziel, Bußgelder zu senken und den guten Ruf des Unternehmens zu schützen.

Lassen Sie nicht zu, dass das regulatorische Reporting Ihr Geschäft gefährdet – ob es um SDAT-Meldungen an die ČNB oder um die Umsetzung interner Prozesse geht. Kontaktieren Sie uns für eine schnelle und effektive Lösung unter beratung@arws.cz. Wir sind bereit, Sie zu unterstützen.

FAQ – Die häufigsten Rechtsfragen zum AML-Reporting gegenüber der ČNB

1. Was ist der Hauptunterschied zwischen dem AML-Reporting an die ČNB und an das FAÚ?

A: Die ČNB verlangt regelmäßige statistische und aufsichtsrechtliche Meldungen (z. B. über SDAT), die die Stabilität sowie Daten über verwaltetes Vermögen, Finanzlage und Tätigkeitsumfang betreffen. Das FAÚ konzentriert sich in erster Linie auf die Meldung verdächtiger Transaktionen (STR), die auf mögliche Straftaten hindeuten, und prüft die Funktionsfähigkeit Ihres Systems interner Grundsätze. Wenden Sie sich an beratung@arws.cz, um sicherzugehen, dass Sie Ihre Pflichten gegenüber beiden Behörden erfüllen.

2. Betrifft die Pflicht zum regelmäßigen Reporting an die ČNB auch den Nichtfinanzsektor?

A: Die ČNB beaufsichtigt in erster Linie Finanzinstitute, Investmentgesellschaften und Vermittler. Rechtsträger des Nichtfinanzsektors (z. B. Buchhalter, Immobilienmakler) melden in erster Linie an das FAÚ. Alle müssen jedoch die grundlegenden AML-Pflichten erfüllen (SVZ, Kundenidentifizierung), die auch ihre Zusammenarbeit mit Finanzinstituten beeinflussen. Wenn Sie prüfen lassen möchten, ob Sie Verpflichteter sind, nutzen Sie eine Rechtsberatung unter beratung@arws.cz.

3. Was passiert, wenn ich als alternativer Fonds die ROFOS-Meldungen nicht rechtzeitig einreiche?

A: Ihnen droht ein Bußgeld von bis zu 150 Mio. CZK nach dem ZISIF und im Extremfall sogar die Streichung aus dem Verzeichnis der Rechtsträger, die Vermögen verwalten. In der Praxis bewegen sich die Bußgelder zwar oft im Bereich von Zehntausenden, doch auch eine verspätete Einreichung oder fehlerhafte Daten führen zu Sanktionen. Für eine schnelle Aufarbeitung von Meldungsrückständen kontaktieren Sie ARROWS unter beratung@arws.cz.

4. Wir sind eine internationale Gruppe. Wie sollen wir die gruppenweite AML-Compliance sicherstellen?

A: Die gruppenweite Steuerung muss stark genug für eine einheitliche Umsetzung der Prävention (Group Compliance) sein, aber lokale Besonderheiten berücksichtigen. ARROWS hilft Ihnen, über das Netzwerk ARROWS International, das täglich grenzüberschreitende Fragen löst, eine effektive gruppenweite AML-Funktion aufzubauen. Eine detaillierte Strategie für Ihre internationale Tätigkeit bereiten wir Ihnen unter beratung@arws.cz vor.

5. Welche Fehler decken ČNB/FAÚ bei der Prüfung des SVZ am häufigsten auf?

A: Am häufigsten handelt es sich um eine Diskrepanz zwischen schriftlichen Grundsätzen und gelebter Praxis, fehlende spezifische Verfahren für das jeweilige Geschäft sowie unzureichende, veraltete Mitarbeiterschulungen (die mindestens einmal jährlich stattfinden müssen). Vermeiden Sie unnötige Bußgelder und lassen Sie Ihr SVZ überprüfen. Kontaktieren Sie uns unter beratung@arws.cz.

6. Wie wirkt sich das neue AML-Paket der EU (AMLR) auf uns aus?

A: Das AML-Paket 2024 bringt eine unmittelbar anwendbare Verordnung (AMLR), die die Regeln EU-weit harmonisiert und die Anforderungen an das System interner Grundsätze, die Risikobewertung und neue Rechtsträger (z. B. Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen) verschärft. Sichern Sie sich eine rechtzeitige Anpassung an die neue EU-Gesetzgebung und schreiben Sie uns an beratung@arws.cz.

HABEN SIE WEITERE FRAGEN? KONTAKTIEREN SIE UNS

ARROWS Rechtsanwaltskanzlei

Über den Autor

Mgr. Jáchym Petřík
Mgr. Jáchym Petřík

Rechtsanwalt, Partner

Mgr. Jáchym Petřík ist einer der Partner und Rechtsanwälte bei ARROWS, wo er sich auf die Rechtsberatung für technologische Start-ups, Kunden auf den Finanzmärkten, Investmentgesellschaften und alle, die nach umfassenden Lösungen zur Absicherung von Investitionsprojekten suchen, spezialisiert hat. Mit Betonung auf Präzision und einem innovativen Ansatz konzentriert sich Mgr. Petřík nicht nur auf den rechtlichen Aspekt, sondern auch auf die Sicherstellung optimaler Finanzierungsbedingungen, was für den Erfolg jedes Projekts entscheidend ist.