Rechtsformwechsel einer Gesellschaft
Steuerliche und buchhalterische Aspekte der Umwandlung einer s.r.o. in eine Aktiengesellschaft
Nach tschechischem Recht erlischt das Unternehmen bei einem reinen Rechtsformwechsel von einer s.r.o. (společnost s ručením omezeným, tschechische Gesellschaft mit beschränkter Haftung) in eine Aktiengesellschaft nicht, und sein Vermögen wird in der Buchhaltung nicht neu bewertet. Aus der Umwandlung entsteht daher weder ein steuerpflichtiger Gewinn noch eine Pflicht, die Arbeitnehmer über einen Übergang auf einen neuen Arbeitgeber zu informieren. Sie erfahren, welche Formfehler am häufigsten zur Ablehnung der Registereintragung führen.

Warum Unternehmen eine s.r.o. in eine Aktiengesellschaft umwandeln
Die Anzahl der Umwandlungen von Handelsgesellschaften in der Tschechischen Republik steigt. Zu den Hauptgründen gehören:
Zur Steigerung der Attraktivität für Investoren: Kapitalfonds nehmen eine a.s. als transparentere Struktur mit einer klar definierten Führung wahr. Bei der Absicht eines Venture-Capital-Einstiegs oder eines zukünftigen Verkaufs des Unternehmens ist die a.s. oft die bevorzugte Form.
Für einen leichteren Zugang zu Finanzierungen: Banken bevorzugen eine klar strukturierte Führung und die höhere Transparenz von Aktiengesellschaften. Eine a.s. ermöglicht zudem eine einfachere Emission von Wertpapieren (Aktien, Anleihen) und ebnet den Weg für den Einstieg in den Kapitalmarkt.
Zur Stärkung von Image und Reputation: In einigen Sektoren (z. B. IT, Finanzdienstleistungen oder Projektentwicklung) wird eine a.s. am Markt objektiv als ein weitaus stabileres, renommierteres und professionelleres Subjekt wahrgenommen.
Steuerliche Auswirkungen der Umwandlung einer s.r.o. in eine a.s.
Bei einer reinen Änderung der Rechtsform von einer s.r.o. in eine a.s. erlischt die juristische Person nicht, und ihr Vermögen geht auch nicht auf einen Rechtsnachfolger über. Das Unternehmen arbeitet unter derselben Identifikationsnummer (IČO) und USt-IdNr. (DIČ) weiter, es ändern sich lediglich seine internen Verhältnisse. Aus diesem Grund finden die komplexen Bestimmungen zur Steuerneutralität bei Vermögensübertragungen hier überhaupt keine Anwendung.
Ein grundlegender Irrtum herrscht oft bezüglich der buchhalterischen Neubewertung des Vermögens. Wenn aufgrund der Vermögensbewertung oder der Auswirkungen auf die Rechnungslegung strittige Auslegungen zwischen den Gesellschaftern oder den Gesellschaftsorganen auftreten, kann es ratsam sein, die Angelegenheit im Wege von Handels- und Gerichtsstreitigkeiten zu lösen. Das Umwandlungsgesetz verlangt zwar, dass das Vermögen bei der Umwandlung in eine a.s. durch ein Sachverständigengutachten bewertet wird. Diese Bewertung dient jedoch ausschließlich der Überprüfung, ob das Vermögen die festgelegte Höhe des Grundkapitals der neuen Aktiengesellschaft ausreichend deckt.
In der Buchhaltung wird das Vermögen keineswegs auf diesen Marktwert neu bewertet. Stellen Sie sich ein Gebäude mit einem Buchwert von 4 Millionen CZK vor, das ein Sachverständiger für die Zwecke der Umwandlung auf 12 Millionen CZK schätzt. Dieser höhere Betrag schlägt sich nicht in den Buchhaltungsbüchern nieder, sodass kein fiktiver Gewinn entsteht.
Risiken steuerlicher Komplikationen
Da bei einer Änderung der Rechtsform keine Übertragung von Aktiva und Passiva auf ein anderes Subjekt stattfindet, bestehen hier faktisch keine Risiken im Zusammenhang mit einer Verletzung der Steuerneutralität. Aus steuerlicher Sicht setzt das Unternehmen die Abschreibung des Vermögens von den ursprünglichen Werten sowie die Geltendmachung eventueller steuerlicher Verlustvorträge aus den Vorjahren nahtlos fort.
Eine Besteuerung und Komplikationen mit der Mehrwertsteuer (DPH) könnten erst dann drohen, wenn die Transformation nicht in Form einer einfachen Rechtsformänderung, sondern durch eine komplexere Fusion (beispielsweise durch die Verschmelzung einer s.r.o. auf eine andere a.s.) erfolgen würde. Mit den praktischen Auswirkungen und den häufigsten Fehlern bei der Wahrung der Steuerneutralität bei Reorganisationen befasst sich auch der Artikel Steuerliche Auswirkungen von Fusionen und Abspaltungen: Wie man die Regeln für die Steuerneutralität bei der Reorganisation von Unternehmensstrukturen einhält ausführlicher. In einem solchen Fall käme es bereits zu einer Vermögensübertragung, und die Grenzen der Steuerneutralität müssten streng überwacht werden.
MwSt.-Risiken bei der Transformation: Formwechsel vs. Fusion
Aus Sicht der Mehrwertsteuer (MwSt.) ist es entscheidend, auf welchem rechtlichen Weg die Transformation erfolgt. Handelt es sich um einen reinen Wechsel der Rechtsform von einer s.r.o. in eine a.s., erlischt die juristische Person nicht und ihr Vermögen geht auf keinen Nachfolger über. Dieser Prozess ist aus Sicht der Mehrwertsteuer neutral und stellt keine steuerbare Leistung dar, da das Unternehmen seine ursprüngliche USt-IdNr. (DIČ) behält.
Eine völlig andere Situation entsteht, wenn Sie die Transformation über eine Fusion lösen (z. B. durch Verschmelzung einer s.r.o. auf eine bestehende a.s.). Hier kommt es bereits zum Erlöschen der Gesellschaft und zum Übergang des Vermögens auf die Nachfolgegesellschaft. Das tschechische Mehrwertsteuergesetz betrachtet die Übertragung eines Betriebs zwar nicht als Lieferung von Gegenständen oder Dienstleistungen, es müssen jedoch strenge Bedingungen erfüllt sein, andernfalls drohen Steuernachzahlungen. Bei Fusionen und Betriebsübertragungen lohnt es sich, das Steuerrecht bereits bei der Gestaltung der Transaktionsstruktur einzubeziehen, um Nachzahlungen und damit verbundene Sanktionen zu vermeiden.
Ein MwSt.-Risiko bei Fusionen entsteht insbesondere dann, wenn die Bedingung einer vollständigen Betriebsübertragung nicht erfüllt ist, sondern nur isolierte Vermögenswerte übertragen werden. Problematisch sind auch Situationen, in denen die Umwandlung in unüblichen Phasen erfolgt oder wenn die Nachfolgegesellschaft überhaupt kein MwSt.-Zahler ist und die erforderlichen formellen und Registrierungspflichten nicht erfüllt.
Die Lösung ist bei Fusionen kritisch: Der Prozess muss als sofortige und vollständige Gesamtrechtsnachfolge (Sukzession) erfolgen. Sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten müssen in einem einzigen Rechtsakt von der erlöschenden s.r.o. auf die Nachfolge-a.s. übertragen werden, und zwar ohne Übergangsfristen, Aufteilung des Vermögens außerhalb des Rahmens der Betriebsübertragung oder provisorische Vermietungen.
Der rechtliche Prozess der Umwandlung – Phasen und typische Fehler
Die Umwandlung einer Handelsgesellschaft richtet sich nach dem Umwandlungsgesetz (ZPMOT) und dem Gesetz über Geschäftskorporationen (ZOK). In der Praxis machen Unternehmen jedoch oft Fehler, weil sie eine reine Änderung der Rechtsform mit einer komplexeren Fusion verwechseln. Der gesamte Prozess umfasst several Schlüsselphasen.
Die Geschäftsführer erstellen zunächst einen Umwandlungsbeschluss (Projekt) und einen Begründungsbericht. Wie die weiteren Schritte nach Fertigstellung des Projekts zu gestalten sind (einschließlich nachfolgender gesellschaftsrechtlicher Änderungen) und wie Sackgassen vermieden werden können, zeigt auch der Text Lebenszyklus einer Zweckgesellschaft: Wie man eine Fusion oder Liquidation einer SPV nach dem Ausverkauf eines Wohnprojekts sicher durchführt. Diese Dokumente regeln jedoch keine Übertragung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, da nichts übertragen wird. Das Projekt spezifiziert die neue Form (a.s.), den Satzungsentwurf und die Regeln, nach denen die Gesellschafter Aktien erhalten.
Bei der Umwandlung in eine a.s. wird keine Prüfung des Projekts durchgeführt, das Gesetz verlangt jedoch strikt die Bewertung des Vermögens durch einen unabhängigen Sachverständigen. Dieser must bestätigen, dass der Wert des Unternehmens das Grundkapital der künftigen Aktiengesellschaft sicher deckt. Alle Dokumente müssen dann mit einer Frist von einem Monat im Voraus veröffentlicht werden.
Die Gesellschafter müssen die Transformation anschließend in der Hauptversammlung mit mindestens drei Vierteln der anwesenden Stimmen beschließen. Über diesen Beschluss ist zwingend eine notarielle Urkunde aufzunehmen. Die Gläubiger müssen über die Änderung informiert werden und können gegebenenfalls eine Besicherung ihrer Forderungen verlangen.
Was die Eintragung in das Handelsregister betrifft, so ist es ein häufiger Irrtum zu glauben, dass die ursprüngliche s.r.o. bei diesem letzten Schritt erlischt. Durch die Eintragung in das Register erlischt das Unternehmen nicht, und es entsteht auch kein neues. Es handelt sich immer noch um dieselbe bestehende juristische Person, die ab diesem Moment lediglich offiziell nach den Regeln für eine a.s. zu agieren beginnt.
Die häufigsten rechtlichen Fehler – und ihre Auswirkungen
Formelle Mängel in den Beschlüssen gehören zu den häufigsten Fehlern. Dabei handelt es sich um die Nichteinhaltung der Anforderungen an die Form der notariellen Urkunde, die fehlerhafte Einberufung der Hauptversammlung oder ein unzureichendes Quorum für die Beschlussfassung. Die Folge ist hart: Das Registergericht weist den Antrag ab, was zu einer erheblichen Verzögerung des gesamten Prozesses und unnötigen Mehrkosten führt.
Ein großes Risiko stellt die fehlerhafte Analyse von Verträgen dar. Obwohl es bei einem Formwechsel nicht zu einer Übertragung von Rechten und Pflichten auf ein anderes Subjekt kommt, enthalten einige Verträge Klauseln, die eine Änderung der Rechtsform ohne Zustimmung des Partners direkt untersagen. Die Vernachlässigung dieser Klauseln kann zur Kündigung wichtiger Verträge oder zu finanziellen Sanktionen führen.
Die Verletzung von Informationspflichten gegenüber Gläubigern ist eine weitere Gefahr. Das Gesetz verlangt die ordnungsgemäße Veröffentlichung des Projekts und den Hinweis an die Gläubiger auf ihre Rechte. Eine Vernachlässigung dieser Pflicht macht die Umwandlung nach der Eintragung in das Register zwar nicht mehr rückgängig, aber die Gläubiger können gerichtlich eine zusätzliche Besicherung von Schulden oder Schadenersatz einfordern.
Häufig werden auch die Regeln für Arbeitnehmer und die Neubewertung falsch angewendet. Unternehmen handeln fälschlicherweise wie bei einer Fusion, informieren die Mitarbeiter über einen nicht existierenden „Übergang“ zu einem neuen Arbeitgeber und versuchen, das Vermögen steuerlich neu zu bewerten. Damit stiften sie Unruhe im Unternehmen und riskieren unnötige Konflikte mit den Behörden, da die Identität des Unternehmens bei einem Formwechsel fortbesteht.
Die Anwälte der Kanzlei ARROWS kennen sich mit den Tücken von Unternehmensumwandlungen bestens aus. Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess, um versteckte Risiken in Verträgen rechtzeitig zu identifizieren und sicherzustellen, dass alle Schritte formell und materiell fehlerfrei und in strikter Übereinstimmung mit der aktuellen Gesetzgebung ablaufen.
Buchhalterische Neubewertung und ihre versteckten Risiken
In diesem Bereich wiederholt sich in der Praxis der größte Mythos. Wie bereits erwähnt, kommt es bei einem reinen Wechsel der Rechtsform von einer s.r.o. in eine a.s. zu keinerlei Übertragung von Aktiva und Passiva. Das Vermögen wird zwar für die Zwecke des Registergerichts durch ein Sachverständigengutachten bewertet, in der Buchhaltung wird es jedoch nicht auf den beizulegenden Zeitwert neu bewertet.
Daraus folgt logisch, dass bei einer Änderung der Rechtsform buchhalterisch weder eine Bewertungsdifferenz noch ein Firmenwert (Goodwill) entstehen kann. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten behalten in den Buchhaltungsbüchern weiterhin ihren historischen Wert. Der Versuch, die Bilanz durch eine künstliche Neubewertung „aufzublähen“, ist hier illegal und steht im Widerspruch zu den Rechnungslegungsvorschriften.
Wann droht eine Überbewertung von immateriellen Vermögenswerten und Goodwill?
Eine buchhalterische Neubewertung auf den beizulegenden Zeitwert und die Entstehung eines Goodwills erfolgen nur bei komplexeren Umwandlungen, typischerweise bei Fusionen (z. B. der Verschmelzung einer s.r.o. auf eine bestehende a.s.). Hier wird das Vermögen tatsächlich auf ein anderes Subjekt übertragen und muss für buchhalterische Zwecke neu bewertet werden.
In diesen Fusionsfällen stellen wir häufig eine Tendenz fest, „stille“ Vermögenswerte überzubewerten – immaterielle Vermögenswerte wie Know-how, Kundendatenbanken oder interne Prozesse. Diese werden oft unter dem Begriff Goodwill versteckt. Ziel ist meist eine künstliche Erhöhung des Eigenkapitals für ein besseres Image bei Banken oder Investoren.
Wo liegt das Problem und was sind die Auswirkungen?
Steuerliche Auswirkungen: Eine unobjektive und übermäßige Bewertung von immateriellen Vermögenswerten bei Fusionen erregt sofort die Aufmerksamkeit der Behörden. Wenn das Finanzamt den Verdacht einer Gesetzesumgehung oder eines gezielten Vorgehens hegt, drohen dem Unternehmen strenge Prüfungen und eventuelle Steuernachzahlungen.
Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung des Goodwills: Aus der buchhalterischen Aufblähung des Goodwills ziehen Sie steuerlich keinen Nutzen. Ein bei einer Fusion entstandener Goodwill ist für steuerliche Zwecke in der Regel steuerlich nicht abzugsfähig. Seine buchhalterische Abschreibung hat somit keinerlei Einfluss auf die Minderung der Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage.
Wahrnehmung durch den Wirtschaftsprüfer: Der Wirtschaftsprüfer wird bei fusionierenden Aktiengesellschaften einen detaillierten Nachweis der Bewertung verlangen. Eine unbegründete Überbewertung führt zu Vorbehalten im Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers. Zudem durchschauen Banken eine „aufgeblähte“ Bilanz leicht, was die Bereitschaft zur Finanzierung des Unternehmens verringert.
Best Practice mit der Kanzlei ARROWS
Die Bewertung sollte bei Fusionen immer objektiv, konservativ und streng durch ein unabhängiges Gutachten untermauert sein. Wenn die Bewertung des immateriellen Vermögens nicht zu 100 % glaubwürdig ist, ist es besser, auf eine Neubewertung zu verzichten.
Die Experten der Kanzlei ARROWS helfen Ihnen, die richtige Art der Umwandlung zu wählen und eine gefährliche Verzerrung der Buchhaltung zu vermeiden. Wir garantieren, dass alle Schritte in völliger Übereinstimmung mit den rechtlichen, steuerlichen und buchhalterischen Vorschriften ablaufen.
Mögliche Probleme | Wie ARROWS hilft (beratung@arws.cz) |
|---|---|
Ablehnung der Eintragung in das Handelsregister: Formelle Mängel, fehlende notarielle Urkunden, fehlerhafte Angaben oder die Nichteinhaltung von Fristen führen zur Abweisung des Antrags auf Eintragung der Umwandlung durch das Gericht. | Wir erstellen eine rechtlich einwandfreie Umwandlungsdokumentation. Wir stellen die Einhaltung aller formellen Anforderungen, notariellen Urkunden sowie die rechtzeitige und fehlerfreie Einreichung beim Handelsregister sicher. |
Streitigkeiten mit Gläubigern und Vertragspartnern: Gläubiger können eine Besicherung von Forderungen verlangen. Auch Bank- und Geschäftsverträge, die jegliche Umwandlungen ohne Zustimmung untersagen, können den Formwechsel erschweren. | Wir analysieren alle Ihre relevanten Verträge und identifizieren versteckte Risiken. Wir verhandeln für Sie rechtzeitig die erforderlichen Zustimmungen oder Anpassungen der Besicherung mit Gläubigern und Partnern. |
Steuerliche Verwirrung und unbegründete Sorgen wegen der MwSt.: Unternehmen verwechseln oft den Formwechsel mit einer Fusion und befürchten eine Besteuerung oder MwSt.-Nachzahlungen aus fiktiven Vermögensübertragungen, die hier jedoch nicht stattfinden. | Wir erstellen für Sie eine klare steuerliche Analyse. Wir versichern Ihnen, dass die USt-IdNr. (DIČ) bestehen bleibt und keine MwSt. fällig wird. Sollten Sie sich anstelle eines Formwechsels für eine komplexere Fusion entscheiden, überwachen wir die Steuerneutralität. |
Arbeitsrechtliche Panik: Das Unternehmen informiert die Mitarbeiter fälschlicherweise darüber, dass sie im Zuge der Transformation zu einem neuen Arbeitgeber wechseln. Dies kann zu unnötigen Streitigkeiten und Kündigungsdrohungen führen. | Wir sorgen für eine korrekte Kommunikation im Einklang mit dem Arbeitsgesetzbuch. Wir erklären den Mitarbeitern klar, dass sich ihr Arbeitgeber nicht ändert und die Arbeitsverträge nahtlos fortgesetzt werden. |
Unberechtigte Neubewertung und Buchhaltungsfehler: Das Unternehmen versucht entgegen den Vorschriften, das Vermögen buchhalterisch auf den Marktwert neu zu bewerten und künstlich einen Goodwill zu schaffen, was zu Vorbehalten des Wirtschaftsprüfers führt. | Wir helfen bei der Auswahl eines qualifizierten Sachverständigen und achten darauf, dass seine Bewertung ausschließlich für das Gericht dient. Wir garantieren, dass Ihre Buchhaltung fehlerfrei und vertretbar bleibt. |
Der rechtliche Prozess Schritt für Schritt
In dieser Phase müssen wir erneut Mythen über Fusionen vermeiden. Der erste Schritt ist die Ausarbeitung des Projekts zur Änderung der Rechtsform. Im Gegensatz zu einer Fusion enthält dieses weder einen Stichtag noch Vermögensübertragungen, da nichts aus dem Unternehmen ausgegliedert wird. Es konzentriert sich auf die neue Rechtsform, den Satzungsentwurf und die Regeln für den Umtausch von Geschäftsanteilen in Aktien.
Parallel dazu erfolgt eine gründliche Prüfung der Verträge mit Partnern. Völlig entscheidend ist die sachverständige Bewertung des Vermögens. Der Sachverständige weist nach, dass das Vermögen des Unternehmens das Grundkapital der künftigen Aktiengesellschaft zuverlässig deckt. Eine „wirtschaftsprüferische Projektprüfung“ ist bei einem Formwechsel nicht erforderlich. Darüber hinaus erstellen die Geschäftsführer einen Bericht, der die gesamte Transformation begründet.
Die Gesellschafter kommen anschließend zu einer Hauptversammlung zusammen. Der Formwechsel muss mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln der anwesenden Stimmen beschlossen werden, es sei denn, Ihr Gesellschaftsvertrag sieht ein noch strengeres Quorum vor. Der Beschluss muss in Form einer notariellen Urkunde vorliegen und alle strengen Anforderungen des Gesetzes über Geschäftskorporationen sowie des Umwandlungsgesetzes erfüllen.
Die Gesellschaft (nicht die „erlöschende“, da sie ja nicht erlischt) muss das Projekt mit einer Frist von einem Monat im Voraus veröffentlichen und die Gläubiger auf ihre Rechte hinweisen. Sollte sich durch die Transformation die Einbringlichkeit ihrer noch nicht fälligen Forderungen verschlechtern, haben die Gläubiger das gesetzliche Recht, eine angemessene Besicherung vom Unternehmen zu verlangen.
Der letzte Schritt ist die Einreichung des Antrags auf Eintragung der Änderung in das Handelsregister. Diesem werden die notarielle Urkunde, das Sachverständigengutachten und der Entwurf der neuen Satzung beigefügt. Obwohl das Registergericht eine kurze gesetzliche Frist für die Entscheidung hat, fordert es in der Praxis häufig Ergänzungen an. Wenn die Dokumentation von den Anwälten von ARROWS vorbereitet wird, erfolgt die Eintragung reibungslos und auf Anhieb.
Risiken im arbeitsrechtlichen Bereich
Hier stoßen wir auf einen weiteren sehr häufigen Irrtum, der auf der Verwechslung eines Formwechsels mit einer Fusion beruht. Bei einem reinen Formwechsel kommt es zu keinem Übergang von Rechten und Pflichten auf einen neuen Arbeitgeber. Ihr Unternehmen erlischt nämlich nicht, es behält dieselbe Identifikationsnummer (IČO), und für Ihre Mitarbeiter ändert sich aus rechtlicher Sicht faktisch überhaupt nichts.
Da kein Übergang der Arbeitnehmer auf ein anderes Subjekt stattfindet, findet die strenge 30-tägige Informationspflicht nach § 339 des tschechischen Arbeitsgesetzbuches hier keine Anwendung. Den Mitarbeitern droht automatisch keine Änderung der Arbeitsbedingungen, des Arbeitsortes oder des Gehalts. Ihre bestehenden Arbeitsverträge bleiben ohne Änderungen voll wirksam.
Obwohl sich aus dem Arbeitsgesetzbuch keine Pflicht zur Meldung eines formellen Rechtsübergangs ergibt, empfehlen wir, eine transparente Kommunikation beizubehalten. Es ist sehr ratsam, die Mitarbeiter offiziell über die Transformation in eine a.s. zu informieren. So vermeiden Sie unnötige Panik am Arbeitsplatz und Unklarheiten bezüglich des neuen Firmennamens auf den Gehaltsabrechnungen.
Die Änderung der Rechtsform an sich gibt kein Recht, Arbeitsverträge einseitig zu ändern. Wenn Sie im Rahmen der Transformation wesentliche Bestandteile (wie Positionen oder Gehälter) anpassen möchten, benötigen Sie hierzu die Zustimmung der Mitarbeiter in Form eines Nachtrags zum Arbeitsvertrag.
Die Experten der Kanzlei ARROWS helfen Ihnen, eine geeignete interne Kommunikation aufzusetzen, und bereiten alle eventuellen Vertragsnachträge vor. Wir sorgen dafür, dass die gesamte Transformation aus Sicht Ihrer Mitarbeiter in absoluter Ruhe, ohne unnötige Streitigkeiten und in strikter Übereinstimmung mit dem Arbeitsrecht abläuft.
Abschließende Zusammenfassung
Die Umwandlung einer s.r.o. in eine Aktiengesellschaft stellt einen strategischen Schritt dar, der Unternehmen den Weg zu neuen Investoren, Bankenfinanzierungen und einem renommierteren Image am Markt ebnet. Es handelt sich jedoch nicht um einen bloßen formellen Akt, sondern um eine grundlegende Änderung der internen Rechtsverhältnisse und der Rechtsstellung der Gesellschafter. Eine korrekt durchgeführte Transformation erfordert eine perfekte Abstimmung zwischen Recht, Steuern und Buchhaltung, um ihren Zweck ohne unnötige Komplikationen zu erfüllen.
Eine Unterschätzung der Komplexität des Prozesses birgt das Risiko einer Ablehnung der Eintragung im Register, von Steuernachzahlungen oder Streitigkeiten mit Gläubigern. Es ist entscheidend zu verstehen, dass bei einer Änderung der Rechtsform das Subjekt weder erlischt noch sein Vermögen auf einen Nachfolger überträgt, was die mit einer Betriebsübertragung oder der MwSt. verbundenen Risiken ausschließt. Jeder formelle Fehler im Projekt, in den notariellen Urkunden oder bei der obligatorischen sachverständigen Vermögensbewertung kann jedoch zu monatelangen Verzögerungen und hohen Kosten führen.
Die Anwälte von ARROWS (beratung@arws.cz) verfügen über umfangreiche Erfahrungen und gewährleisten einen sicheren Ablauf selbst bei den komplexesten Umwandlungen mit Auslandsbezug. Wir bieten eine umfassende Beratung von der ersten Vertragsanalyse bis zur erfolgreichen Eintragung in das Handelsregister, wobei wir zu Ihrer Sicherheit mit einer Deckungssumme von 350 Millionen CZK versichert sind. Vertrauen Sie Ihre Transformation Experten an und beugen Sie unerwarteten rechtlichen und finanziellen Überraschungen vor.
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